Dienstag, 21. Juni 2011

Last but not least....


Hallo meine Lieben.

Viel hat sich wieder mal getan und wenig Zeit ist fürs Blog schreiben.

Ich hatte beide meiner Klausuren am 30. Mai (also dem aller ersten Klausurentag von 10). Bei der zweiten Klausur sind etwa 2000 Leute im Sportscenter gesessen und haben Klausuren geschrieben. Meine Hand hat nach dem langen Schreiben krampfen angefangen und es war soooooo dermaßen kalt, dass ich bisschen früher abgegeben hab. Trotzdem hab ich verhältnismäßig klein 8 Seiten geschrieben J Vorbei wars.

Am nächsten Tag ist dann Lorenz auf Besuch gekommen. Wir haben uns gemeinsam die Stadt angeschaut, sind zum Kap rausgefahren, nach Robben Island raus usw. Einfach Zeit gemeinsam genossen und viel Spaß gehabt. Natürlich waren auch in dieser Zeit 2 Abschiedsparties bei uns im Haus und daher haben wir uns es auch gegönnt, hin und wieder mal bis 9 Uhr zu schlafen (was für mich ja eine extreme Ausnahme is).

Nachdem Lorenz weg war und ich wieder „alleine“, hab ich bisschen ausspannen können und drei Tage darauf ist die Isabella (meine Besuch aus Linz) auch schon angekommen. Mit ihr hab ich natürlich auch das Kapstadtprogramm durchgezogen (Kap, Bustour, Table Moutain, Robben Island, Old Biskuit Mill, Spurs,...). Am Dienstag, 14.6. sind wir sehr, sehr zeitig aufgestanden und dann gut 800 km nach Port Elizabeth gefahren um unseren Aktivurlaub zu starten. Wir haben uns die Garden Route gegeben. Am ersten Tag is es in den Addo Elephant Park gegangen, wo wir in freier Wildbahn Elefanten, Zebras, Löwen, Büffel, Giraffen, Kudus, Elrands und den bekannten Mistkäfer gesehen haben. Am zweiten Tag sind wir dann in den Sea View Lionpark. Dort hats auch unzählige Löwen gegeben, aber leide alle in Gefangenschaft. Mit den Löwenbabies durfte ich leider nicht spielen, da es an diesem Tag so windig war und sie daher zu verspielt sind und deswegen etwas gefährlicher. Am Nachmittag hat es uns noch in das Tsitsikamma Nature Reserve gebracht. Am Freitag sind wir dann zu den Cango Caves außerhalb von Oudtshoorn gefahren. Das sind Tropfsteinhöhlen und es war wahnsinnig faszinierend bei dieser Führung/Besichtigung. Danach sind wir noch auf eine Straußenfarm (ich konnte danach – obwohls mich interessiert hätt – kein Straußenfleisch essen) und zu einer Wildlife Ranch (ja, ein Haufen Tiere auf unserer Tour). Tags darauf, Samstag der 18. 6., sind wir bisschen in Mosselbaai herum und am Nachmittag waren wir bei einem Drive durch die Garden Route Game Lodge dabei. Ein riesengroßes Grundstück auf dem die Tiere wild leben und wir haben Löwen in etwa 2 Meter von uns entfernt gehabt – dabei sind wir in einem offenen Jeep herumgefahren. Aber scheinbar waren sie gerade relativ satt, daher wars keine Gefahr J. Am 19ten sind wir noch nach Stellenbosch gefahren (30 km außerhalb von Kapstadt) und haben dort noch bissl flaniert und sind ins Volks(Dorf-)museum gegangen.

Am Sonntag Nachmittag sind wir dann nach Hause gekommen, da es einen „attempted theft“ (versuchen Einbruch) bei meinem Zimmer gegeben hat und meine Mitbewoherin (verständlich) etwas nervös war, alleine zu Hause zu sein. Passiert ist nichts. Fenster ist bisschen aufgeschlagen. Die Polizei hat alles ins Protokoll aufgenommen und somit erledigt. Unsere Sicherheitsfirma kommt jetzt öfters bei unserem Haus vorbei, aber in Gefahr sind wir keinesfalls. Hier ist es üblich die Fenster etwas zu öffnen und alles zu nehmen, was man erreichen kann. Bei mir hättens genau meine uralte Gesichtscreme erwischt und möglicherweise meine Nachttischlampe, die nicht durchgepasst hätte durchs Gitter... Wenns das gewusst hätten, hätten sich die Herren Einbrecher die Mühe erspart J. Und ich sags gern noch mal, nein ich hab keine Angst hier. Unser Haus ist so gut abgesichert, dass es keinen Weg gibt irgendwie hereinzukommen.

Heute ist der letzte Tag in der Falmouth Road und morgen in der Früh gehts dann ab nach Namibia mit Franzi. Wir sind gerade am Packen und irgendwie interessierts uns gar nicht J

Fotos werden erst in Österreich nachgereicht, da ich mir die Arbeit mit dem Komprimieren nicht machen will bzw die Zeit hier anders nützen sollte.

Bis bald in Österreich. Jojo

Sonntag, 15. Mai 2011

Hm...Sein oder nicht sein – die Frage stell ich mir nicht!


Es hat sich sehr viel getan bzw nicht getan seit meinem letzten Eintrag. Ich möcht mich auch bei allen fleißigen Lesern gleich mal entschuldigen, dass ich so selten schreibe ABER es ist einfach so viel zu tun und immer etwas los, dass ich mir selten die Zeit nehme mich mal 1-2 Stunden vor den Laptop zu setzen und zu schreiben.

Aber da ich jetzt eine längere Zeit des Krank seins hinter mir habe und die Filme mir schon dezent beim Hals raushängen, gibts mal wieder einen Blogeintrag.

Also machts euch keine Sorgen wegen dem Krank sein. Ich hab irgendwas mit dem Bauch erwischt, was mich des öfteren einholt und ich hab die Grippe bekommen. Es geht einfach grad in der Runde hier, daher ist es nichts ungewöhnliches. Und ich habs auch jetzt zum perfekten Zeitpunkt bekommen, genau nach meiner letzten Abgabe hier auf der Uni. Daher wars jetzt auch kein großes Problem, mich mal einfach ins Bett zu schmeißen und zu schlafen.

Was ist in letzter Zeit passiert?

Es waren vier große (monströsgroße) Abgaben auf der Uni hier und 2 riesengroße zu Hause, daher hat sich im letzten Monat bis auf lernen nicht großartig viel getan.

Einmal war ich in Johannesburg um den Lorenz zu besuchen. Das war übers Ostersonntagwochenende und eine absolute Spontanaktion. Eigentlich hatte ich mit meiner Mitbewohnerin geplant die Gardenroute abzufahren und eigentlich hätten wir auch schon alles durchorganisiert, jedoch konnten wir kein Auto mieten bzw nur noch RiesenPickUps, die uns einfach zu teuer waren. Wollte irgendwie Ostern nicht das Standardprogramm machen, daher hat es sich zufälligerweise ergeben, dass Lorenz an diesem einen Donnerstag in Johannesburg angekommen ist und ich gleich nachgeflogen bin am Freitag.
Nachdem alles organisiert war, bin ich am Vormittag mit meiner Mitbewohnerin und einer Freundin noch ins TwoOceansAquarium hier in Kapstadt gegangen und am Nachmittag hieß es dann ab auf den Flughafen. Am Abend – stockdunkel – komm ich auf einem kleinen Flughafen dann an.. Alles ist schwarz draußen und ein einziges Taxi hier mit schlafendem Fahrer, nachdem der Herr aufgeweckt wurde, sind wir gut 50 min nach Kyalami gefahren (spannend und oho). Freude war natürlich riesengroß den Lorenz (für alle die nicht wissen wer das ist – Lorenz ist mein Großcousin) zu treffen. Tante Uli und er haben mich empfangen und es wurde bis zum umfallen gequatscht und dann mussten wir alle dringend schlafen. Am nächsten Morgen haben wir dann alle gemeinsam gefrühstückt (richtig österreichisch) und Lolo und ich haben dann beschlossen in die Stadt zu fahren und uns das „Apartheidmuseum“ anzuschauen. Es war faszinierend. Wir hatten zwar ein kleines Transportproblem, aber mit einer etwas teuren Taxifahrt hin und zurück hat dann alles funktioniert. Am Abend haben wir dann gerómmet ;) – ist ja für mich als Teil der Salatschen Familie ja überhaupt keine Ostertradition. Am Sonntag kam dann Ulis Tochter Birgit mit Kindern und wir haben natürlich den Osterhasen werken lassen. Es hat auch einen warmen Osterschinken und Ostereier zum pecken gegeben. Schöner hätts nicht sein können. Am Montag wäre ich dann netterweise auf den Flughafen gebracht worden von Birgit, jedoch hatte mein Flieger 5-6 Stunden Verspätung und daher wieder eine 50 min Fahrt mit dem Taxi auf den Flughafen zurück. Schlussendlich um 00.30 in der Nacht in Kapstadt und Katja hat mich netterweise abgeholt. Was möglicherweise für die Sicherheitsfreaks unter euch interessant wäre: Flug Kapstadt-Lanseria (Joburg) oder zurück hat man nicht wirklich einen Sicherheitscheck, also wenn man Grillhendl mit Reis, Kartoffeln und Gemüse im Handgepäck hat, ist es absolut kein Problem dies im Flugzeug zu essen. Ahja und wenn der Kapitän vorm Abflug rauskommt und sagt dass das Flugzeug ein Gleichgewichtsproblem hat und die ersten 10 Reisen auf der rechten Seite, nach links wechseln solln – einfach ruhig bleiben und durchatmen! :)
 Aber sonst im Gesamten, es war ein tolles Wochenende und genau dass, was ich dringendst gebraucht habe – einmal weg von Kapstadt.

Seitdem – muss ich leider meine Leser jetzt enttäuschen – ist nicht viel passiert.
Für alle die an dem Austauschstudium interessiert sind. Ich hab Papers geschrieben über:
-       
-          Labor relations and politics of patronage
-          ICTY & ICTR – Did the transitional justice process of former Yugoslavia and Rwanda brings the desired outcome?
-          A discussion of the challenges on the transformation process of the public service in South Africa in a historical context.
-          Is ‘ideological change’ as suggested by the Heidelberg Institute of International Conflict still a relevant cause in the Iran-Iraq war between 1980 and 1988?
-          Rassismus (jedoch ein Paper für die JKU)

Vielleicht versteht man jetzt, dass ich nicht so viel Zeit hatte, viel zu unternehmen.

Ach ja, hab ganz vergessen zu erwähnen... Der 29.4.2011 – ein Tag den ich nicht so schnell vergessen werde. THE DAY OF THE ROYAL WEDDING – KATE AND WILLIAM FOREVER!!! Betsy und ich waren zu einem “royal wedding brunch” in angemessener Kleidung eingeladen. Es war phänomenal, es war so britisch – richtig witzig. Cupcakes mit Union Jack, Kronen und Namen verziert, Kate&William-Tassen, Gurkensandwiches – hillarious! Für mich wars ein bisschen anstrengend, da ich aufpassen wollt was im Fernsehen gesagt wurde und gleichzeitig auch bei den Konversationen im Raum aufpassen musste und das war wirklich kompliziert. Fotos folgen!

Shawco war auch noch 2mal. Das allerletzte mal hab ich leider krankheitsbedingt nicht mehr machen können. Die Kinder werden mir so abgehen und irgendwie bin ich sehr froh, dass ich mich nicht verabschieden musste. Falls jemand von euch ernsthaft was für die Kids machen will, sammelts Kleber, Scheren, Tixos, bunte Folien, Farbstifte, Ölkreiden, bunte Watte, bunte Wolle, Filzstifte, etc und ich werds dann von zu Hause an das Shawco-Team schicken. Für uns ist es wenig Geld, für die Leute in Manenberg ist es ein kleines Vermögen!

Am 30. Mai werden meine beiden Klausuren stattfinden und bis dahin heißts lernen und noch bissl die Stadt erkunden. Am 31. Mai kommt hoffentlich Lorenz dann nach Kapstadt und am 10. Juni begrüß ich dann die liebe Isa am Flughafen J. Pläne sind noch nicht alle konkret, aber vermutlich werden wir uns eine Woche auf die Garden Route begeben und vorher oder nachher die Stadt noch bissl durchforsten. Schau ma mal, was genau sein wird!

Falls wer Anregungen hat, bitte her damit.

Liebe Grüße und dicke Bussis an alle, ich vermiss euch und es sind schon weniger als 2 Monate bis ich wieder zurück bin im schönen - hoffentlich wärmeren - Österreich! Eure Johanna/Jojo
 Schildi ;)
 Ich bin echt froh, dass ich nicht tauchen gegangen bin ;)
 Die Mädels habens trotzdem überlebt
 ;)
 tausende NEMOS
 Seegurke
 Vor diesem Aquarium haben wir dann Hunger bekommen.
 Ich musste bei Weiß reingehen, Lorenz bei "coloured/black"
 Scheinbar gibts menschliche Chamäleons - wusste ich ernsthaft nicht!
 Ausblick auf Joburg Financecenter
 Vermutlich eins der berühmtesten Fotos von Madiba
 Jede Farbe hatte eine bestimmte Bedeutung und jeder Besucher konnte eine Stange in so ein Gerüst stecken und zeigen, was einem am Wichtigsten ist.

 Ostertisch
 Kaileigh nachm Naschen
Meine Brille hat ein Tatoo bekommen!

Freitag, 8. April 2011

Ah, sichast – es is wieda moi so weit!


So. Ferien sind vorbei, erste Woche Uni wieder gut überstanden.

Was war in dieser Zeit so los?

Am ersten Samstag in den Ferien wurde ich von einer Studienkollegin namens Astrid eingeladen, ihre Onkel und Tante in Stellenbosch (etwa 30 min ausserhalb von Kapstadt) zu besuchen. Eine weitere Austauschstudentin aus Taiwan, Astrid, ihre Eltern und ich sind daher Samstags gegen 16 Uhr Richtung Stellenbosch aufgebrochen und hatten einen wunderbaren späten Nachmittag/Abend dort verbracht. Wir haben sogar eine Tour durch Stellenbosch bekommen und sind wieder mal in einem richtigen Garten gesessen – das war ja für mich sowieso ein Highlight wieder mal Gras zu riechen, Blumen blühen zu sehen, das Plätschern von einem kleinen Teich zu hören und einfach barfuß herumzulaufen. Danach gabs natürlich – wie immer – ein wunderbares Braai. Der Abend wurde jedoch dann erst interessant. Astrids Papa ist Politiker hier in Kapstadt und ihr Onkel arbeitet in den Townships und daher haben wir eigentlich alle Themen unseres Kurses durchdiskutiert – alle Probleme aufgezeigt und über mögliche Lösungen diskutiert. Es war soooooooo toll. Wurde mittlerweile eingeladen, ein Wochenende in Stellenbosch bei ihnen zu verbringen um die Diskussionen weiterzuführen. J

 Weingegend pur

 Sorry, meine Kamera mochte mich nicht - aber alle sind rund ums Braai gestanden und haben mitdiskutiert, wann welches Stück umgedreht werden sollte.
 Astrid, die Denkerin

Am nächsten Tag war dann das letzte Konzert der Summer Concerts in Kirstenbosch und natürlich noch dazu hat das Symphonie Orchester von Kapstadt gespielt. Leider wars ausverkauft und ich musste leider mehr oder weniger hinter der Bühne sitzen. Der Klang war trotzdem faszinierend. Marlene – die eine Österreicherin – hatte Besuch von ihren Eltern und hat schlauerweise schon vorher Tickets besorgt, daher sind diese drinnen gesessen. Jedoch muss ich meinen Klassik-begeisterten-Freunden-und-Verwandten erzählen. Ich setze mich nieder und auf einmal spielen/singen sie das Gloria – ich weiß leider nicht von wem. Es geht so: Gloria, Gloria, in excelsis deo, Gloria gloria, halleluja. Eva und Gregor habens glaub ich bei den Sängerknaben gesungen. Es war ein Wahnsinn. Händels Hallelujah wurde auch gesungen. Es war faszinierend. Sonnenuntergang über Kapstadt, Tafelberg neben einem und so extrem gute Musik. Jeder Kapstadtbesucher sollte zwischen Jänner und März hierher kommen und einmal ein so geniales Konzert erleben.

 Ich bin dann noch hinter der Bühne und Absperrung gesessen :)
Eine nicht so begeisterte Marlene :)

Unsere Ferien waren einfach nur verregnet hier, trotzdem hab ich mal das Entspannen genossen und musste viel für die Uni hier und zu Hause nachholen bzw. erledigen. Daher hab ich mir keinen Urlaub geleistet. Und hat gut gepasst. Trotzdem hab ich einige Sachen unternommen. Erstens war ich mal im Kino was etwas tja – verwirrend war. Erstens das Kino finden , zweitens dann ins falsche Kino gehen, drittens ein eingerauchter Taxifahrer zurück, viertens ist dem Minibus bei der Hinfahrt nach 50 Metern der Benzin ausgegangen und fünftens wurden wir von einer Würmerattacke zu Hause überrascht – aber wir sinds ja gewohnt. Aber Betsy und ich hatten unseren Spaß und um das is es geganen.

Am nächsten Tag war ich so überdreht und hab mich wahnsinnig auf den Abend gefreut. Wir sind nämlich zuerst ins Cubanas gegangen um genussvoll eine Wasserpfeife/Shisha mit Erdbeer-Minz-Tabak zu rauchen und haben dort bissi gegessen und getrunken und danach sind wir weiter ins Beefcakes. Im Beefcakes war eine Dragshow. Betsy und ich haben dort 3 Freunde getroffen und hatte einen der tollsten Abenden meines Lebens. Zuerst war ich nervös was hier passieren wird. Zwei sehr berühmte Dragqueens – Dana Fabulash und Mary Scary – sind aufgetreten. Eine hat Playback gesungen und die andere live. Es war eine wahnsinnig tolle Show und auch sehr amüsant. Wir haben 2 oder 3 Wochen vorher schon einen Tisch bestellt. Scheinbar sind diese Shows so beliebt, dass Leute vor dem Lokal gestanden sind und ebenfalls zugeschaut haben, da sie keinen Platz mehr ergattern konnten. Es war die 3 Euro Eintritt wert und ich werde sicher noch mals hingehen.

 Betsy nachdenklich beim Shisha rauchen
 Jupidu
 Louanne und Matt im Beefcakes
 No comment :)
 Henrik und Betsy
 Dana Fabulash - Playback
 Mary Scary - schaut eher wir Marilyn Manson aus ;)

Am Sonntag sind wir nach Gugulethu gefahren. Gugulethu ist eines der Xhosa-Townships von Kapstadt und es ist bekannt für ihr Mzolis. Mzolis ist ein Fleischhauer, bei dem man Fleisch kauft, dann durch das Geschäft geht in eine „Rauchkammer“ mit einem Braai (Griller) und gibt dort das rohe Fleisch ab. Nach 1-2 Stunden kann mans dann gegrillt abholen. Ist vielleicht nicht die hygienischste Weise zu essen, aber die allerbeste. Das Fleisch war wunderbar. Noch selten so gutes Gegrilltes gegessen, dazu gabs Pap und ein Art Chutney. Hier wird natürlich das Essen extrem zelebriert, jedoch ist es auch so toll, da sich Kapstadt am Sonntag dort versammelt und gemeinsam feiert. Alle tanzen, haben Spaß, genießen die Freunde, trinken, quatschen, laufen herum, essen und schalten mal für ein paar Stunden ab. Wir werden diesen Sonntag, 10.4.2011, vermutlich wieder hinfahren. Vorallem haben wir eine tolle Lösung gefunden. Wir mieten uns einen Minibus und zahlen für eine Fuhr im gesamten 12 Euro – egal wie viele mitfahren. Es ist auch eine der besten Lösungen, da Parkplatz finden und fahren in dieser Gegend ein Ding der Unmöglichkeit ist. J

 Die Truppe
 tja
 0,75 Liter Bier und Cider
 Und los gehts...




Last but not least – wow in dem Blog gehts viel um Essen – waren wir gestern eingeladen bei einem Freund von Betsy. Wohnt ungf 4 min von uns entfernt und hat einen echten Pizzaoffen. So richtig mit Holz zum einheizen. Wahnsinn. Jedenfalls hab ich dort gestern wieder mal ganz viele tolle Leute kennen gelernt und hab einen interessanten Abend genossen mit anschließendem erstmaligen Nachtspaziergang in Kapstadt – war froh als ich dann zu Hause angekommen bin und die Tür hinter mir verschließen konnte!

Ahja, Shawco nicht zu vergessen. Haben jetzt leider gerade eine zweiwöchige Pause und ich vermiss die Kids schon so unheimlich. Heute wärs nämlich wieder so weit. Ich hab mich in einen Burschen recht verschaut. Er ist 10 Jahre alt und muss immer den übercoolen, harten Macho spielen und sobald man sich mit ihm beschäftigt ist er streichelweich und will nur kuscheln. Am liebsten würd ich ihn mit nach Österreich nehmen und ihm ein gutes Leben ermöglichen, da er keine Chance hier haben wird. Ich befürchte, dass er wirklich mal an die falschen Leute geraten wird. Daher ist der Heimweg von Manenberg immer sehr emotional, da ich immer sehr dankbar bin für all die Chancen die uns (ja uns Österreichern, Westeuropäern, ...) gegeben wurde und das wir als Kinder nie Sorgen hatten.

 Die Betreuergruppe der 5ten Schulstufe
 so still sinds nur wenns was zum Essen und Trinken gibt.
 Hier vorne links (weißes Leiberl) ist mein kleiner Liebling.

So... Ich wünsch euch was. Leben geht hier weiter, daher heißts jetzt wieder lernen.

Meldets euch mal wenns Fragen habts.
Mwah, mwah - Jojo